Seniorengerechte Sitzhöhen der Ruhe- und Parkbänke
Wir stellten fest, dass viele Parkbänke eine niedrige Sitzhöhe aufweisen. Aus diesem Grunde wurden wir mit folgender Mail bei der Stadt vorstellig:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Müller, sehr geehrte Damen und Herrn der Stadtverwaltung,
wir finden, dass das Stadtgebiet mit Sitzgelegenheiten relativ gut ausgestattet ist. Den unmittelbaren Bedarf zur Schaffung weiterer Sitzgelegenheiten sehen wir derzeit nicht, wenngleich eine punktuelle Umsetzung durchaus sinnvoll wäre. Hier ist unser Blick auf die Bushaltestelle am Amtsgericht gerichtet. An besagter Stelle fehlt an der Nordseite der Bamberger Straße eine Bank für wartende Fahrgäste.
Optimal wäre, wenn bei allen Parkbänken, insbesondere bei denen ohne Armlehnen, die Belange der Senioren und mobilitätseingeschränkten Personen im ausreichenden Maße Berücksichtigung finden würden. Bestimmt weisen einige Bänke die ausreichende Sitzhöhe von 46 bis 48 Zentimeter auf, wie dies 6.1 und 7 der DIN 18040-3 (siehe Anhang) vorsieht. Idealerweise sollten es wegen der fehlenden Armlehnen 48 cm sein. Doch haben an besonders beliebten Stellen, wie zum Beispiel in der Alleestraße und der Bürgermeister-Vogel-Anlage, einige nur eine Höhe von 42 cm. Die Sitzhöhen der Bänke in der Bürgermeister-Vogel-Anlage liegen lediglich bei 40 cm und noch darunter.
Natürlich ist unser Anliegen, dass alle Bänke auf die erwähnte optimale Sitzhöhe gebracht werden. Wie sich beim Ratschbänkle am Marktplatz zeigt, wird die dortige Sitzhöhe von 50 cm von "Normalbürgern" und speziell von Jugendlichen gerne angenommen.
Uns ist bewusst, dass nicht alle Bänke in einem Zuge umgerüstet werden können. Doch gehen wir davon aus, dass zumindest die Bänke in den erwähnten Bereichen auf die höchste Prioritätsstufe gesetzt werden. Da in der Alleestraße um das Kriegerdenkmal herum Sanierungsmaßnahmen anstehen, wäre es folgerichtig, mit den zwar nicht im Sanierungsbereich stehenden Bänken zu beginnen.
Als die Sanierung der Bankstellplätze in der Mühlstraße im Gange war, unterrichteten wir Herrn Trapp im Vorgriff von unserem Anliegen, der zusagte, dieses an den zuständigen Sachbearbeiter weiterzuleiten. Bedauerlicherweise konnte wohl unsere Bitte nicht mehr umgesetzt werden. Die Bänke weisen lediglich eine Sitzhöhe von 43 cm auf. Eigentlich hätten wir gefunden, dass dies einfach mit einem von einer Gehwegplatte, die i.d.R. eine Stärke von 3 bis 5 cm hat, abgeschnittenen Streifen hätte erledigt werden können.
Sicher deckt sich unsere Bitte mit den Interessen des Behinderten- und Seniorenbeauftragten.
Mit freundlichen Grüßen
I.A.
Karl-Heinz Haag
2. Vorsitzender
Die Replik der Stadt dazu:
Sehr geehrter Herr Haag,
wir danken für die Nachricht und die anerkennenden Worte für die Ausstattung unserer öffentlichen Räume.
An punktuellen Verbesserungen sind wir, genauso wie der Seniorenrat, sehr interessiert und setzen die seit Jahren vorgenommenen Aufwertungen gerne fort.
Im „Vogelsgärtla“ können wir gerne noch einen Teil der vier Bänke „höherlegen“, um den von Ihnen angesprochenen Belangen gerecht zu werden. Wir werden die Arbeiten unter Berücksichtigung der sonstigen Aufgaben beauftragen.
Die Situation am Kriegerdenkmal bzw. Alleestraße schauen wir uns gerne genauer an. Hier soll auch eine Lösung zur Verbesserung der Gehfreundlichkeit des Platten-/Streifenbelages umgesetzt werden.
An der Nordseite der Bamberger Straße eine Sitzbank für wartende Fahrgäste aufzustellen, ist aufgrund der Gehsteigbreite im Bereich der Haltestelle leider nicht möglich. Die relativ stark frequentierte Gehwegfläche vor den Hausnummern 23 und 25 ist zu schmal, um dort eine Bank zu installieren. Es würde ein Hindernis für die Fußgänger entstehen. Wir können aber prüfen, ob im Umfeld, wo die Platzverhältnisse besser sind, noch eine Bank hinpasst, damit sich die wartende Person bis kurz vor Abfahrt des Busses hinsetzen kann.
Für einen weiteren Austausch freuen wir uns auf Ihre Nachrichten!
Mit freundlichen Grüßen an den gesamten Seniorenrat
Gerald Schorr
Bauamtsleiter
Stadt Neustadt a.d. Aisch